Ein nachhaltiger Ansatz für die Zukunft

Ein Ansatz für die Zukunft: unsere Gesamtstrategie

Kunststoff ist im Alltag aufgrund seiner vielfältigen Einsatzgebiete ein gefragter Begleiter. Das Material wird aufgrund seiner Langlebigkeit geschätzt, Produkte und Teile aus Kunststoff können in unterschiedlichsten Designs hergestellt werden und helfen durch ihre Leichtigkeit, Gewicht einzusparen. Durch das weltweite Bevölkerungswachstum steigen aber die Abfälle, die wir verursachen, und die Rohstoffmenge, die wir verbrauchen. Wir müssen uns deshalb einerseits fragen, wie wir uns als Menschheit in Zukunft nachhaltiger verhalten können und wie wir andererseits als Unternehmen neue Wege gehen können, um Abfälle zu recyceln, abbaubare Materialien zu entwickeln und dabei den Ressourceneinsatz zu minimieren.

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft uns als Kunststoffspezialisten in besonderem Maße – auch wenn wir bei Greiner Assistec keine „Wegwerfprodukte“, sondern besonders langlebige technische Teile produzieren. Wir legen deshalb Wert darauf, Nachhaltigkeitsaspekte über die gesamte Supply Chain hinweg im Auge zu behalten. Dazu gehören für uns unter anderem eine ressourcenschonende Produktion, die Vermeidung von Abfall, eine effiziente Prozesskontrolle, die Vermeidung von Ausschuss, die Verwendung von wirtschaftlichen Maschinen sowie – soweit möglich – die Verwendung von Recyclingmaterialien. Uns ist es wichtig, unseren Kunden beratend zur Seite zu stehen: Gemeinsam finden wir die beste Lösung für das jeweilige Projekt, unabhängig von Material, Rohstoff oder Verarbeitungsprozess.

Wie alle Divisionen der Greiner AG arbeiten wir auch bei Greiner Assistec an der Umsetzung der gemeinsamen Plastics 4 Life-Strategie. In dieser ist verankert, wie wir uns mit den gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen unseres Tuns auseinandersetzen. Bereits seit Jahren minimieren wir bei Greiner Assistec Verpackungsmaterial soweit wie möglich, verwenden Kartonverpackungen mehrmals und nutzen Mehrwegtrays. Wir setzen in der Produktion außerdem auf die Verwendung von r-PET, vermeiden Abfall wo wir können und rezyklieren anfallenden Ausschuss. Das ist für uns nicht nur nachhaltig, sondern vor allem auch selbstverständlich.

Die Greiner AG veröffentlichte im Juni 2019 ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht. Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht können Sie hier einsehen. Auf https://sustainability.greiner.com finden Sie weitere Informationen über die Nachhaltigkeitsthemen und -ziele des Konzerns.

 

Am aktuellsten Stand der Technik

Beste Qualität für unsere Kunden und nachhaltige Produktion gehen für uns Hand in Hand. Wir setzen deshalb an all unseren Standorten auf einen modernen Maschinenpark, der sich am aktuellsten Stand der Technik orientiert. Damit können wir Umweltaspekten auch in Ländern Rechnung tragen, in denen Investitionen in nachhaltige Prozesse nicht alltäglich sind.

Einsatz von Recyclingmaterial

Greiner Assistec beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Einsatz von Rohstoffalternativen. Wir sind durch unser Know-how deshalb in der Lage, unseren Kunden innovative und nachhaltige Materialien aktiv anbieten zu können – wann immer wir der Überzeugung sind, dass Projekt und Anforderungen dies erlauben.

Unser Ziel ist es, Produktionsabfälle zu vermeiden, dennoch anfallende Produktionsrückstände werden regranuliert und in den Produktionskreislauf rückgeführt. Bestes Beispiel dafür ist der Spritzgussprozess: Wenn Angüsse anfallen, werden diese sofort vermahlen und wieder in den Kreislauf reintegriert. Uns ist es wichtig, unsere Kunden auf die Möglichkeit von Rezyklaten in ihren Produkten hinzuweisen. Bei unserem eigenen Produkt – der Kunststoffpalette – setzen wir bereits 100 % Recyclingmaterial ein.

Seit 2016 beschäftigen sich Greiner Assistec und Greiner Packaging außerdem im Rahmen eines Entwicklungsprojektes intensiv mit dem Einsatz von Biokunststoffen und nachwachsenden Rohstoffen. Unter dem Titel „Nachhaltige Materialien“ werden systematisch Tests mit Materialien aus nachhaltigen Rohstoffquellen durchgeführt. Versuche gibt es dabei sowohl im Non-Food- als auch im Food-Bereich. Unser Schwerpunkt liegt im Hinblick auf agro-basierte Kunststoffe dabei klar auf Rohstoffquellen der 3. Generation – also auf organischen Nebenprodukten sowie Cellulose, Holz oder Biomasse. Wir arbeiten im Rahmen dieses Projektes mit dem IPEC Institut der Johannes Kepler Universität in Linz und dem Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT) in Wels zusammen. Gefördert wird das Projekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft.

Die Ergebnisse unserer Studien zeigen, dass agro-basierte Kunststoffe eine angepasste Verarbeitung benötigen als konventionelle Kunststoffe. Auf bewährte Prozesse kann deshalb nur teilweise zurückgegriffen werden. Bei Greiner Assistec konzentrieren wir uns vorrangig auf Recyclingmaterialien und auf agro-basierte, nicht abbaubare Kunststoffe, in denen wir großes und dem Nachhaltigkeitsgedankten entsprechendes Potenzial sehen. Unseren Kunden stehen wir aber selbstverständlich bei jedweden Materialthemen beratend zur Seite.

FAQs

Der Begriff der Nachhaltigkeit umfasst im Kern drei Dimensionen: die Ökologie (Umwelt), die Ökonomie (Wirtschaft) und das Soziale (Gesellschaft). Diese drei Dimensionen in Einklang zu bringen, macht nachhaltiges Verhalten aus. Ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen dürfen voneinander nicht getrennt oder gegeneinander ausgespielt werden. Es wird keinen dauerhaften wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt ohne eine intakte Umwelt geben. Gleichzeitig lassen sich Umweltprobleme nur durch wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand überwinden. Der Leitgedanke nachhaltiger Entwicklung lautet daher: Auf lange Sicht darf die Weltgemeinschaft nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben.

Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung. Die Wurzeln des Konzepts reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. „Schlage nur so viel Holz, wie nachwachsen kann.“

Mit diesen Worten formulierte bereits der Oberberghauptmann Hans-Karl von Carlowitz erstmals im Jahr 1713 in Deutschland das Prinzip der Nachhaltigkeit. Es gibt weltweit ein gemeinsames Verständnis, dass nur nachhaltiges Verhalten die langfristige Überlebensfähigkeit sichert.

Circular Economy heißt so viel wie Kreislaufwirtschaft. Sie bildet das Pendant zur Linearwirtschaft, auch Wegwerfwirtschaft genannt. Richtiges Recycling und die Herstellung von Sekundär-Rohstoffen sind die Basis einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Ressourcen werden geschont, Abfälle und Emissionen minimiert. Vorbild für die Circular Economy ist dabei die Natur, in der alle Stoffe automatisch einen Kreislauf durchlaufen. In einem linearen System gehen die Rohstoffe nach der Verwendung verloren. Aus diesem Grund setzen wir uns stark für die globale Umsetzung des Circular-Economy-Gedankens ein.

Das Thema ist von essentieller Bedeutung: Die Forschung schätzt, dass seit den frühen 1950er Jahren mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert wurden. Rund 60 % davon befinden sich in Deponien oder der Umwelt. Weitere 8 Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr im Meer. Kunststoffverpackungen sind nicht alleinig für die weltweite Umweltverschmutzung verantwortlich zu machen, doch sie sind ein Hauptanwendungsgebiet für Kunststoff. Die Verpackungsindustrie ist für rund ein Drittel des weltweiten Kunststoffverbrauchs verantwortlich. Uns ist es deshalb wichtig, Kunststoff so lang wie möglich als Wertstoff im Wirtschaftskreislauf und aus der Natur fern zu halten.

Kunststoff ist besser als sein Ruf. Durch sein niedriges Gewicht liefert er Vorteile beim Transport und ermöglicht – durch seine vielfältigen Designmöglichkeiten – eine effiziente Produktion.

Kunststoff eröffnet zahlreiche Möglichkeiten: Er kann vielfältig in allen Lebensbereichen eingesetzt und verarbeitet werden.

Einige Beispiele: Die Verwendung von Kunststoffverpackungen reduziert das Gewicht einer LKW-Ladung verglichen mit anderen Verpackungsmaterialien. Die Gewichtsreduktion beim Einsatz in Autos oder auch Flugzeugen hilft somit, Treibstoff zu sparen. Verpackungen verlängern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln und können somit helfen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Betrachtet man die Ökobilanz verschiedener Werkstoffe im Bereich Verpackungen, so ist jene von Kunststoff weitaus positiver als die anderer Materialien. Vorausgesetzt das Material landet nach seiner Verwendung nicht in der Natur, sondern im Abfalleimer und wird ordentlich verwertet. Das Problem ist daher nicht der Werkstoff selbst, sondern der achtlose Umgang mit diesem. In vielen Ländern fehlen funktionierende Abfallsysteme bzw. Verwertungslösungen abseits von Deponien. Auf Grund fehlender Infrastruktur landet er somit über kurz oder lang auf der Straße, in der Natur und häufig auch in Flüssen und Meeren.